Finanzblog-Rückblick KW 16/2021 – Über reiche Lappen, Monopoly und den Apfel-Orgasmus

Wie gewohnt stelle ich in diesem Beitrag lesenswerte Finanzblog-Beiträge vor, die mir in der letzten Woche besonders gut gefallen haben. Dabei geht es diesmal unter anderem über reiche Lappen, Monopoly und den Apfel-Orgasmus.

Die besten Beiträge eines Monats finden auch den Weg in die nächste Ausgabe des Finanzblogroll Magazins.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Gehe nicht über Los!

Der Schweizer Fabio ist ein Fan von Monopoly. Aus seiner Sicht beinhaltet der Brettspiel-Klassiker viele lehrreiche Lektionen und steigert spielerisch die finanzielle Bildung von Kindern und Erwachsenen zugleich. Ich selbst war ja eher ein Fan des Brettspiels “Hotel”. Aber das nur am Rande. Monopoly bietet vermutlich ein breiteres Repertoire zu Versicherungen, Aktien, Instandhaltung und natürlich Knast-Aufenthalten. Spannend wäre noch ein Vergleich zwischen der deutschen und schweizerischen Monopoly-Variante. “Fahre über die Grenze und ziehe keine Steuern ab” – oder so?! Egal, ich hab jetzt Bock aufs zocken.

Reiche Lappen

Norweger kochen auch nur mit Wasser. Zum Beispiel Fårikål (Hammelfleisch mit Kohl), Sild (eingelegter Hering) oder Pinnekjøtt (gepökelte Lammrippen). Trotzdem gehören die Wikinger im Norden Europas zu den reichsten Menschen der Welt. Der Hauptgrund dafür ist der staatliche Öl-Fonds, der zum 31. März 2021 ein Volumen von 1.022 Milliarden Euro erreichte. Macht rund 200.000 Euro für jeden Lappen. Clemens Bomsdorf, Autor des Buches “Reich wie Norwegen”, predigt es schon länger: stetes Sparen und investieren in den Aktienmarkt führt langfristig zu einem großen Vermögen. Dafür braucht es weder Wasser, noch Hammelfleisch.

Fasten für den Apfel-Orgasmus

Jetzt ist es passiert – Nico von Finanzglück ist mit 41 Jahren in der Midlife-Crisis angekommen. Statt eines Motorrad-Führerscheins, Bushcraften oder einer Pilgerreise, hat sich Nico für eine Fastenwoche entschieden. Sieben Tage nur Gemüsebrühe, ein Glas Obstsaft und Wasser. Danach wirkte ein süßer Apfel wie eine Geschmacksexplosion (“Apfel-Orgasmus”). Ganz ehrlich? Nach sieben Tagen Gemüsebrühe würde ich auch über ein knackiges Stück Buchenrinde herfallen. Der Junge muss an die frische Luft.

Leb doch wo du willst!

Leb doch wo Du willst! – meint der Freiheitsmaschinist. In seinem aktuellen Beitrag erläutert er zunächst warum Auswandern aus seiner Sicht das Leben glücklicher und freier machen kann. Danach beschreibt er einige Punkte, auf die – je nach privater und wirtschaftlicher Situation – beim Wohnortwechsel geachtet werden sollte. Dazu zählen eben nicht nur die soziale Sicherheit, wirtschaftliche Situation und die Lebenshaltungskosten. Häufig vernachlässigt, spielen (natürlich) auch die Sprache, das Bildungssystem und die Gastfreundschaft eine wichtige Rolle. Hierfür bietet der Beitrag einige tolle Anregungen. Vermutlich lehrreicher als jede Folge von “Goodbye Deutschland! Die Auswanderer”.

Aktienwissen für Anfänger

(Die meisten) Finanzbloggerinnen und Finanzblogger entwickeln sich persönlich und fachlich über die Jahre weiter. Dementsprechend geht es in ihren Beiträgen immer weniger um Finanzgrundlagen, sondern um weiterführende Überlegungen und Themen. Oder eben ums Fasten wie bei Midlife-Crisis-Nico. Allerdings ist auch wichtig neue Leser abzuholen, die gerade damit beginnen, sich mit dem Sparen und Investieren zu beschäftigen. Thomas von Aktien für Jedermann macht es vor. In seinem aktuellen Beitrag erklärt er die Grundlagen für Börsenanfänger. Es geht um das Produkt “Aktie” an sich und warum Unternehmen überhaupt an die Börse gehen.

Minimalistischer Frugalismus

“Minimalistischer Frugalismus” – klingt für mich erstmal doppelt gemoppelt. Tautologie sagt der besser als ich gebildete Rhetoriker. So wie bei einer toten Leiche, nassem Wasser oder einem erfolgloser Schalker. Rebecca erklärt in ihrem aktuellen Beitrag ihre Liebe zum minimalistischen Lebensstil und erklärt sieben Wege wie ein minimalistischer Frugalismus in der Praxis aussehen kann. Dabei geht es vor allem um das Sparen bei den großen und überflüssigen Ausgaben. Allerdings sollten Qualität, Erlebnisse und kleine Freuden den Alltags aus ihrer Sicht nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen.

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