Finanzblog-Rückblick KW 17/2021 – Über Privatus & Privata, den ARERO Weltfonds & Wodka

Wie gewohnt stelle ich in diesem Beitrag lesenswerte Finanzblog-Beiträge vor, die mir in der letzten Woche besonders gut gefallen haben. Dabei geht es diesmal unter anderem über Privatus & Privata, den ARERO Weltfonds, Snille och smak & Wodka.

Die besten Beiträge eines Monats finden auch den Weg in die nächste Ausgabe des Finanzblogroll Magazins.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Großer Schluck aus der Pulle

Timo trinkt anscheinend gerne Wodka. Oder lässt trinken. In einer leeren 3(!)-Liter-Flasche hat er früher Kleinmünzen gesammelt und dann zur Bank gebracht. Ob in der Wodka-Flasche oder nicht, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Ende 2019 hat er dann von Portemonnaie auf ein Slim Wallet umgestellt. Ich vermute, dass es sich dabei um so eine Kreditkarten-Brieftasche handelt. Könnte aber auch der neueste Krypto-Scheiß sein, den ich mal wieder verpasst habe. Egal! Auf jeden Fall hat Timo Münzen aus seinem Leben verbannt und zahlt (wenn möglich) nur noch elektronisch. Im nächsten Schritt möchte er regelmäßig auch Geldscheine zur Seite legen und damit seine Sparquote erhöhen. Praxistipp von mir: Flaschengröße erhöhen! Den Armand de Brignac Champagner Brut Gold gibt es in der handlichen 30 Liter Flasche für schlappe 50.000 Euro. Aber die kann Timo ja mit Karte bezahlen.

Privatus & Privata ARERO Weltfonds

Ein Privatier bzw. Privatus (weiblich Privata bzw. Privatière) ist eine Person, die finanziell so gut gestellt ist, dass sie zur Deckung ihrer materiellen Bedürfnisse keiner Erwerbstätigkeit nachgehen muss. Wie er (oder sie) (oder es) zum Vermögen gekommen ist, spielt dabei keine Rolle. Sehr wahrscheinlich aber nicht durch handfeste Maloche. Denn mit normaler Arbeit, da ist sich Jürgen Nawatzki sicher – wird niemand reich. Realistisch hingegen sind Erbschaften, Heirat oder Unternehmertum. Oder die langfristige Geldanlage mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs). Ist der Status Privatier/Privata dann erreicht, heißt es genießen. “Reise vor dem Sterben, sonst tun es deine Erben.”

Grüne Propaganda?

Matthias alias getmad hat in ein Wespennest gestochen. Also rein bildlich gesprochen. Denn mit seinem Beitrag Ein Gespenst geht um in Deutschland traf er den Nerv vieler Blogleser. In dem Artikel geht es um die berühmteste Trampolinspringerin und vielleicht nächste Bundeskanzlerin Deutschlands. Apropos: Gibt es das Wort Bundeskanzler überhaupt noch in der männlichen Form? Egal. Matthias beschreibt in seinem Beitrag verschiedene Inhalte des grünen Wahlprogramms und sagt, was er davon hält. Aus seiner Sicht sind die Forderungen nicht so radikal wie häufig interpretiert. Sehen aber nicht alle Kommentatoren so. Meine Meinung: Nur wer Chancen bekommt, kann Chancen nutzen. ARERO Weltfonds

Dividende braucht Zeit

“Hast du etwas Zeit für mich?…” – sang NDW-Popsternchen und Hobby-Querdenkerin Nena Mitte der 80er Jahre. Etwas Zeit braucht man in jedem Fall für den Aufbau von Vermögen und eines kontinuierlichen Dividendenstroms. Damit hat Nena vermutlich nix am Hut, aber vielleicht auch finanziell nicht nötig. Finanzdenker Alexander erklärt in seinem aktuellen Beitrag, wie man monatlich 1.000 Euro mit Dividenden erzielen kann. Dafür braucht es nämlich vor allem Zeit, um die ursprüngliche Investition wachsen zu lassen. Dass Alexander Steuern, Transaktionskosten und Wechselkurse nicht berücksichtigt, ändert nichts an der Richtigkeit seiner Aussage. Denn Geldanlage ist kein Sprint, sondern ein Marathon. ARERO Weltfonds

Snille och smak

“Es handelt sich bei dem hier vorgestellten Zusammenhang um eine bedeutsame Erkenntnis im Bereich persönliche Finanzen.” Puh, das klingt nobelpreisverdächtig. Vielleicht reicht es ja zumindest für den Römerpreis. Aus der Sicht des Frankfurters Georg ist die Rente mit 63 Jahren im Portfoliokontext ein “No-Brainer”. Vereinfacht erklärt: Durch die vorgezogene Rente entstünde ein risiko-minimierender Effekt auf das Depot. Dadurch könnte das Anlagevermögen (vor allem in schlechten Börsenjahren) geschont werden. Das ETF-Portfolio würde also langfristig von den reduzierten Entnahmen profitieren. Warum das jetzt besser ist als ein Gehalt bis zum Alter von 67 Jahren habe ich nicht verstanden. Aber darum geht es vermutlich auch gar nicht, sondern vielmehr um die “relative” Vorteilhaftigkeit. Damit hat es Einstein ja auch zum Nobelpreis geschafft. ARERO Weltfonds

Mehr!

Die ersten drei Worte von Kindern? Erstens: “Mama”, zweitens: “Papa”, drittens: “Mehr”. Oha, schon die kleinen Kapitalisten-Racker haben also den Wunsch nach Überfluss. Auch Sängerin Lotte singt ja nicht umsonst Mehr davon. Aber wann ist genug? Bezogen auf das Sparen und Investieren beschreibt Eva vier mögliche Sparziele und die dafür erforderlichen Sparquoten. Notgroschen, Eigenheim, Rente, Frührente – jedes Szenario hat seine Eigenheiten und Anforderungen. Wichtig: Nicht nur Sparen, sondern auch investieren!

ARERO – ein ewiges Talent?

ARERO – ist das nicht der argentinische Fußballspieler von Manchester City? Nicht ganz mein Freund. Der ARERO ist ein gemischter Fonds, der verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen und Rohstoffe) in einem Produkt verbindet. Die Umsetzung des Fondskonzeptes erfolgt durch die DWS Investment S.A. (Kapitalverwaltungsgesellschaft) bzw. die DWS Investment GmbH (Fondsmanager). Braucht man das? Ich glaube nicht. Aber wem es gefällt… Übrigens: Seit Juni 2020 gibt es den ARERO auch als nachhaltige Variante. Weitere Infos und ISINs findet ihr im aktuellen Beitrag des Finanz-Caddies.

Ehrliche Rezension

Raus aus dem Stundenlohn und mit dem eigenen Business durchstarten. Diesen Schritte predigen immer Influencer innerhalb der mehr Finanz- und Entrepreneur-Community. Den “Nine-to-Five-Job” kündigen, seine eigenen Ideen umsetzen, kreativ und ortsungebunden arbeiten. Klingt toll, ist es aber nicht (immer). Dankenswerterweise räumt Daniel aka Finanzrocker nun mit diesen falschen Vorstellungen auf. Er muss es wissen, denn auch Daniel hat seinen Angestelltenjob an den Nagel gehängt und sich selbstständig gemacht. In seiner Buchrezension zu “Raus aus dem Stundenlohn” kritisiert er die einseitige Sicht der Autoren auf das Thema und teilt seine persönliche Erfahrung. Fazit: Haltet euch fern von den Schaumschlägern, die euch weniger Arbeit und ein höheres Einkommen versprechen. Tolle und ehrliche Rezension!

Portfolio-Allokation

Welt-, Core-Satelliten- oder Pantoffel-Portfolio – die Zusammenstellung der gewünschten Depot-Allokation sorgt bei vielen Anfängern für Fragezeichen und Überforderung. Sollten Anleihen und Aktien gemischt werden? Braucht es überhaupt einen risikoarmen Teil? Und welche Fonds eignen sich überhaut für Privatanleger? All diesen Fragen geht Florian in seinem Beitrag auf den Grund. Ein guter Einstiegsartikel für alle, die sich mit den Grundlagen der portfolio-Aufstellung beschäftigen.

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