Lasset uns jäten! (Schrebergarten Blog #1)

Bereits vor einem Jahr habe ich im Rahmen eines Quartalsrückblickes über den Erwerb unseres Schrebergartens geschrieben. Leider ist dieser Beitrag der unbeabsichtigten Blog-Löschung zum Opfer gefallen und irgendwo im World Wide Web versunken. Heute möchte ich euch mal ein kurzes Update zu unserem Schrebergarten geben und berichten was sich innerhalb der letzten zwölf Monate alles getan hat. Deshalb geht es in diesem Beitrag mal nicht um (mehr oder minder) schlaue Spartipps und die langfristige Geldanlage, sondern um Gartenprojekte, Anzucht und unser eigenes Naturschutzgebiet.

Also: Lasset uns jäten!

Rückblick – wie wir unseren Schrebergarten fanden

Wir schreiben das Jahr 2020, es ist März. Der Corona-Virus schwappt mehr und mehr auf Europa über. Am 22. März 2020 tritt der erste Lockdown mitsamt Kontaktbeschränkungen in Kraft.

Bereits im Jahr 2019 hatten wir über die Anschaffung eines Schrebergarten nachgedacht und uns drei Parzellen angeschaut. Aber irgendwie war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz überzeugt.

Anfang März 2020 sah das anders aus. Wir haben eine sehr schöne und geräumige Wohnung mit einer großen Dachterrasse. Dort ist aber weder das Befüllen eines größeren Pools, noch das Aufstellen eines Sandkastens erlaubt. Erstens aus Gründen der Statik, zweitens wegen “is’nich'”. Den Rekord-Sommer von 2019 im Hinterkopf und längerfristige Lockdowns voraus, gingen wir also das Thema Schrebergarten noch einmal an. Und hatten Glück. Denn zum damaligen Zeitpunkt war die Nachfrage nach Kleingärten schon deutlich gestiegen. Mit besagtem Glück und etwas Vitamin B konnten wir uns einen Garten “mit Potential” sichern. Übersetzt heißt das: verwahrlost und heruntergekommen. Aber die Nachbarn schienen okay zu sein und mit etwas Arbeit könnte man vermutlich schnell etwas daraus machen.

Also haben wir im März 2020 unsere erste Immobilie erworben. 1.595 Euro für 10qm Laubenfläche, einen schönen Garten in Süd- und Hanglage, sowie eine gute Verkehrsanbindung,  Was will man mehr?!

Die Arbeiten der ersten Monate: Laube ausmisten, Holzterrasse bauen, Rasen auf Vordermann bringen, brauchbare Sträucher und Bäume freimachen. Und natürlich erste Anbauten, sowie der heiß ersehnte Pool zur Abkühlung.

Aktuelle Arbeiten

Nun aber zu den aktuellen Themen. In den letzten Wochen und Monaten habe ich vor allem die Laube von innen gründlich renoviert. Die alten Tapeten mussten ab (ist ohnehin zu feucht). Ebenso eine Reihe von Wandfliesen, die zur alten Küchenzeile gehörten. Wir brauchen keine Küche im Garten. Danach habe ich die Wände ausgebessert und abschließend mit Streichputz gestrichen. Auf dem alten Fliesenboden habe ich Laminat mitsamt neuer Wandleisten verlegt.

Klingt einfach und nach “mal eben”. In der Praxis heißt das: Ausräumen, Steckdosen ab, Abkleben, Schneiden, Sägen, Bohren, Hämmern und so weiter…

Etwas mehr Spaß macht die Arbeit im Freien. Hier haben wir unter anderem eine große (aber leider giftige) Eibe, die ja unter Naturschutz steht. In Deutschland heißt das: nicht schneiden, nicht ärgern, nicht schief angucken. Der Boden darunter war komplett mit Efeu zugewuchert. Hier habe ich mich bereits zur Hälfte durchgekämpft, muss aber noch mit einer Bodenfräse nacharbeiten, damit ich alle Wurzeln erwische. Zwischendrin finden sich allerlei Bäume – vor allem Holunder.

Für kleine Lagerfeuer habe ich eine Feuerschalen-Stelle gebaut. Holzverschnitt haben wir auf jeden Fall genug, wenn dieser dann richtig getrocknet ist. Schrebergarten Blog

Unser Eukalyptus-Baum scheint den Frost im Frühling leider nicht überstanden zu haben. Das ist sehr schade. Vielleicht kommt er aber auch nochmal wieder, wenn wir ihn komplett kappen. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hat einer von euch einen Tipp für mich. Schrebergarten Blog

Für die Kinder habe ich einen Sandkasten gebaut. Mal sehen, wie schnell sich Sand und Erde auf dem Grundstück verteilen. Bis jetzt klappt es aber ganz gut. Schrebergarten Blog

So… jetzt aber zum Anbau. Auch wenn man über das ganze Jahr anpflanzen kann, ist der April bekanntlich der Aussaat- und Anpflanz-Monat schlechthin. Auf dem kleinen Feld hinter der Laube werde ich wahrscheinlich Kartoffeln anpflanzen. Schrebergarten Blog

Kleiner Scherz. Unser Beet fällt dann doch etwas kleiner aus. Ausgesät sind bereits Zucchini, von denen wir im letzten Jahr reichlich ernten konnten. Außerdem haben wir verschiedene Erdbeer- und eine Tomaten-Jungpflanze eingesetzt.

Es ist aber noch Platz im Gewächshaus und auf einem Beet rechts (nicht auf dem Bild). Ins Gewächshaus kommen wahrscheinlich wieder Kürbis und verschiedene Kohlpflanzen. Letzterer könnten sich aber vielleicht draußen wohler fühlen. Da muss ich mich nochmal schlau machen.

Vielleicht probiere ich auch mal Wassermelone anzupflanzen. Ob sich das wirklich lohnt und den Wasserverbrauch rechtfertigt, ist allerdings fraglich.

Abschließend noch einen Blick auf unsere “Anzuchtstation” zuhause.

Bisherige Erkenntnisse (“Learnings”): Schrebergarten Blog

  1. Bisher sind nur der Brokkoli und ein Spinatsamen gekeimt.
  2. Statt einfacher Blumenerde hätten wir vernünftige Anzuchterde verwenden sollen.
  3. Es braucht keine Anzuchttöpfe. Eierkartons hätten es auch getan.

Die Töpfe kommen bei nächster Gelegenheit in den Garten. Mal sehen, ob sich dann noch etwas tut.

Bisheriges Fazit

Auch wenn es viel Arbeit ist (nicht zuletzt mit drei kleinen Kindern) – so sind wir doch sehr froh, dass wir unseren Schrebergarten haben. Ein wenig buddeln, jäten und gießen entspannt manchmal sehr gut.

Zum Abschluss noch ein Foto meines neuen Schrebergarten-Shirts. Denn was wäre ein aufstrebender (und ahnungsloser) Schrebergärtner ohne das richtige Outfit?! Schrebergarten Blo

Gibt es zu kaufen bei Amazon (Affiliate-Link = ich bekomme eine kleine Provision, wenn ihr darüber bestellt)

Lasst mich bitte wissen, ob ihr in den nächsten Wochen weitere Schrebergarten-Updates lesen wollt oder ob euch das einen Sch*** interessiert.

In diesem Sinne: Lasset uns jäten!

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