Finanzblog-Rückblick KW 01/2022 – Über OIFs, unrentable Themen-ETFs und wachsende Sparstrümpfe

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Wie gewohnt, stelle ich Euch in diesem Beitrag lesenswerte Finanzblog-Beiträge vor, die mir in der letzten Woche besonders gut gefallen haben. Dabei geht es diesmal unter anderem um OIFs, unrentable Themen-ETFs und wachsende Sparstrümpfe

Die besten Beiträge eines Monats finden auch den Weg in die nächste Ausgabe des Finanzblogroll Magazins.

Viel Spaß beim Durchstöbern. Themen-ETFs

OIFs – das stinkt bis zum Himmel

„OIFs“ – das sind nicht etwa diese kleinen grünen Wesen von der Schmuddelfinger Müllkippe. Vielmehr steht dies als Abkürzung für „Offene Immobilienfonds“. Informierten Anlegern sträuben sich da schon die Nackenhaare. Trotzdem stecken viele Privatpersonen noch einen Großteil ihrer Altersvorsorge in diese (von der Finanzbranche gerne vertriebenen) Produkte. Zahlenakrobat Gerd Kommer vergleicht in seinem aktuellen Beitrag die langfristigen Renditen von OIFs gegenüber einem globalen Immobilien-ETF, sowie dem MSCI World. Dabei können sie zwar durch geringe Volatilität punkten. Wie wir aber wissen, muss das im Gegenzug zu niedrigeren Renditen führen. Und die fällt tatsächlich – um in den Worten Kommers zu bleiben – „kümmerlich“ aus. Zudem liege hier eine Risikoillusion vor, da die Preisfestsetzung durch Immobilienmarktkrisen „gekillt“ werden könne. Um den Bogen zu den Olchis zu schagen: Das stinkt bis zum Himmel.


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Finanzrocker vor Konsolidierung Themen-ETFs

Die Jahresrückblicke der Finanzbloggerinnen und Finanzblogger gehören zum Jahresabschluss wie das Bleigießen und Dinner for One. Den Anfang (zumindest in dieser Übersicht) macht Finanzrocker Daniel. Dessen Portfolio-Rendite im Jahr 2021 lag deutlich hinter dem MSCI World. Vor allem der ETF-Teil lief eher enttäuschend, was in erster Linie durch verschiedene Themen-ETFs begründet ist. Daniel: „Hier hat sich ganz deutlich gezeigt, dass ein ACWI oder FTSE All World die einfachste und beste Anlagemöglichkeit ist. Mehr braucht es nicht.“ So ist es! Warum dann Wasser predigen und Wein trinken? Zumindest seine Ziele für 2022 hat Daniel entsprechend angepasst und schreibt von Konsolidierung bei Flop-Aktien und Themen-ETFs. Am Ende gibt es noch einen kleinen Podcast-Rundumschlag.


Auch Großmutters Sparstrumpf wächst

Die nächste Bilanz für das Jahr 2021 kommt von Christian Thiel alias Großmutters Sparstrumpf. Dessen Portfolio hat zum ersten Mal nach 2016 gegen den Index verloren. Und das nicht zu knapp. Zu seinen Gewinner-Aktien gehören die alten Bekannten wie Apple, Novo-Nordisk oder Lindt. Bei den Losern tauchen vor allem die Namen der vermeintlichen Corona-Highflyer auf: Peloton und zoom. Auf Sicht von nunmehr neun Jahren schlägt Christian den Index allerdings deutlich. Am Ende des Beitrages gibt es noch ein bisschen Glaskugel-Ökonomie. Es geht um steigende Zinsen (vielleicht), unruhige Börsenzeiten mit höherer Volatilität (wahrscheinlich) und das Ende des billigen Geldes (möglich). Auch Christian ist eben kein Hellseher. Und will es auch nicht sein. Irgendwie sympathisch.


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Das Leben ist mehr als Listen

Startplatz Nummer Drei für die Jahresrückblicke 2021 geht an Michael Plos. Neben seinen Zielen in den Bereichen Gesundheit und Bildung, verfolgt er in erster Linie nicht-quantitative Ziele. Zumindest keine in Bezug auf jährliche Renditen. Ihm geht es mehr darum, seine Anlagestrategie konsequent durchzuziehen. Sparpläne kontinuierlich auszuführen, Dividenden zu reinvestieren und die Sparbeträge mindestens konstant zu halten. Die kurzfristigen Kurse seien ohnehin nur Glück oder Pech. Kann man so sehen. Einig sind wir uns aber bei seinem Gesamtfazit: „Das Leben viel mehr ist, als das, was man auf Listen verewigen kann.“ Oder zum Thema „höchstpersönliche Verantwortung“ in Bezug auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen.


Jennis „Glaskugelei“ für 2022

Den Abschluss im Reigen der Jahresrückblicke 2021 macht Jenni alias Dagoberts Nichte. Genauer gesagt handelt es sich schon um die „Glaskugelei“ für 2022. Mit einer Sparquote von 45 Prozent gehört Jenni nämlich zu den „Spar-Oberstrebern“ und möchte das auch in 2022 fortsetzen. Bei den Investitionen setzt auch sie teilweise auf Einzelaktien. Auch am Ende ihres Beitrages gibt es noch einen Ausblick auf das neue Jahr. Aktien-Crash, Zinswesende, Inflation – Jenni weiß, dass sie nichts weiß. Lieber schaut sie auf das große Ganze (für BWL’er: „Big picture“). Zum Beispiel die Frage, welche Technologien sich in den nächsten Jahren durchsetzen werden. Am Ende gibt es noch einen Ausblick auf kommende Artikel. Als Schlagwort nennt Jenni ein „No Spend Year 2022“, was aber tatsächlich nichts mit Finanzen zu tun haben soll. Wir sind gespannt.


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