Finanzblog-Rückblick KW 18/2021 – Über Instandhaltungskosten, den extraETF Finanzmanager und kaltes Duschen 

Wie gewohnt stelle ich in diesem Beitrag lesenswerte Finanzblog-Beiträge vor, die mir in der letzten Woche besonders gut gefallen haben. Dabei geht es diesmal unter anderem über Instandhaltungskosten, Vanguard, den extraETF Finanzmanager und kaltes Duschen.

Die besten Beiträge eines Monats finden auch den Weg in die nächste Ausgabe des Finanzblogroll Magazins.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Augen auf bei Renditekosmetik

Ja, ja … Immobilieninvestments sind ein hitziges Thema. Die einen sehen in der Vermietung eine hervorragende Investitionsmöglichkeit, andere in der Selbstnutzung eine sinnvolle Altersvorsorge. Und dann gibt es da noch Leute wie Gerd Kommer. Mithilfe wissenschaftlicher Methoden und statistischen Daten, untersucht er die finanziellen Rahmenbedingungen bei Immobilieninvestments. Das ist und bleibt ein “Kampf” gegen die gewaltige Lobby aus Banken, Versicherungen, Maklern, Notaren, Bauträgern, Handwerkern und Gemeinden – die alle vom derzeitigen Immobilienboom profitieren. Ein typischer Trick der Real Estate Jünger ist das Kleinreden der Instandhaltungskosten. Für Gerd Kommer ist der übliche Nebenkostenrichtwert von 1% pro Jahr lediglich gutes Immobilien-Marketing. Realistischer wäre ein Satz von etwa 2%. Klingt erstmal nicht nach einem großen Unterschied, macht aber letztendlich viel aus. Also: Augen auf bei Renditekosmetik!

Was, wenn Vanguard pleite geht?

“Hilfe, ich habe das Internet gelöscht.” Ähnlich grotesk klingt die aktuelle Leserfrage an den Finanzwesir. In Was, wenn Vanguard doch pleite geht? reagiert Albert auf die dann doch gar nicht so abwegige Überlegung und erklärt mögliche Szenarien. Am wahrscheinlichsten wäre wohl eine Übernahme durch einen anderen Finanzverwalter, der die bestehenden Produkte im Wert von aktuell 7,2 Billionen US-Dollar und die über 30 Millionen Kunden übernehmen würde. Aber wer weiß. Das Leben ist bekanntlich wie eine Schachtel Pralinen. Albert rät: Nur nicht unnötig Grübeln. Denn: “Grübeln führt zu Tagesgeld und Tagesgeld führt zur Altersarmut.”

Kalte Dusche

Im “Moneycall” beantwortet Natascha Wegelin regelmäßig Fragen ihrer “Moneypennies”. Diesmal geht es unter anderem um Verluste mit der Buy and Hold-Strategie, das richtige Umfeld, Nataschas Mentoring-Programm und kaltes Duschen. Ob Letzteres bei der Geldanlage hilft, weiß ich leider nicht. Soll aber gesund sein. Und gut für den Mindset. Sorry, beim Begriff “Mindset” muss ich immer ein bisschen würgen. Aber dagegen hilft bestimmt eine kalte Dusche.

“Ski heil” mit FinaMetrica

Als Skianfänger sollte man nicht auf der Streif in Kitzbühel starten. Gibt nur blaue Flecken und Knochenbrüche. Empfehlenswerter ist das Üben auf grünen Pisten – auch liebevoll “Idiotenhügel” genannt. Hier kann man ausprobieren, hinfallen, aufstehen, weitermachen. Außerdem ist es nicht so weit bis zum Einkehrschwung in die Skihütte und dem nächsten Gässer, Zpfer oder Stiegl. Auch bei der Geldanlage sollte man sich seines eigenen Risikoprofils bewusst sein. Denn nur wer die Chancen und Risiken seines Portfolios kennt, kann Schlechtwetterphasen gut überstehen. Andree stellt mit FinaMetrica ein mögliches Werkzeug zum Profiling der finanziellen Risikobereitschaft vor. Ski heil!

extraETF Finanzmanager

Ein weiteres Tool für die Finanzplanung stellt Fortunalista Margerethe vor. Mit dem extraETF Finanzmanager können ETF Watchlists erstellt, das eigene Risikoprofil ermittelt und das eigene Portfolio analysiert werden. Letzteres ist vor allem für Anleger, die einen breiten Strauß an verschiedenen ETFs im Portfolio haben (Gott weiß warum), sehr hilfreich. Denn durch den Mix mehrerer Produkte entstehen oft Überschneidungen, die häufig gar nicht so bekannt und transparent sind. Zudem bietet der extraETF Finanzmanager einen Rentenplaner, um den eigenen Kapitalbedarf, sowie die benötigte Ansparsumme zu ermitteln. Ist nicht kostenlos, aber bestimmt auch nicht umsonst. Einige Funktionen gibt es auch schon in der kostenlosen Basisfunktion. Margarethe ist überzeugt.

Vanguard LifeStrategy Fonds

Wie bereits an dieser Stelle vorgestellt, hat der Vermögensverwalter Vanguard die neue Produktreihe “LifeStrategy Fonds” aufgelegt. Dabei handelt sich um sogenannte Multi-Asset-ETFs, die sich aus einem festgelegtem Aktien- und Anleiheanteil zusammensetzen. Dabei beträgt die Aktienquote entweder 20%, 40%, 60% oder 80%. Für alle Risikostufen werden sowohl thesaurierende als auch ausschüttende ETFs mit einer TER von jeweils 0,25% angeboten. Weitere Infos und Vorteile hat Finanz-Caddie Steffen zusammengetragen. Fazit: Guter Produkt zum kleinen Preis. Allerdings noch sehr geringe Fondsgrößen und kaum Sparplan-Angebote.

Regression zum Mittelwert

Die Regression zum Mittelwert lässt sich in nahezu allen Lebensbereichen beobachten. Außer beim FC Bayern, der seit nunmehr neun Jahren von der Spitze der Bundesliga-Tabelle winkt. Okay, das Beispiel ist etwas weit hergeholt. Immerhin geht es bei der Regression zum Mittelwert um einen Begriff aus der Wahrscheinlichkeitstheorie. Und der Erfolg der bayrischen Streber ist sicherlich kein Zufall. Bezogen auf die Börse bedeutet die Regression zum Mittelwert, dass Indizes im Laufe der Zeit immer wieder zu ihrem langfristigen Mittelwert zurückkehren. Allerdings tritt dieser Effekt nur mittel- bis langfristig auf. Thomas erklärt, warum Anleger den Effekt kennen sollten und welche Auswirkungen er auf das eigene Portfolio hat.

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