Finanzblog-Rückblick KW 33/2022 – Über unsozialen Frugalismus, Inflation als P2P-Killer und eine nackte Queen

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Wie gewohnt, stelle ich in diesem Beitrag lesenswerte Finanzblog-Beiträge vor, die mir in der letzten Woche besonders gut gefallen haben. Dabei geht es diesmal unter anderem um unsozialen Frugalismus, Inflation als P2P-Killer und eine nackte Queen.

Die besten Beiträge eines Monats finden auch einen Platz in der nächsten Ausgabe des Finanzblogroll Magazins.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Elisabeth II. im Evakostüm?

Inflation P2PDie Queen macht sich nackig. Halt!! Bevor du jetzt (verständlicherweise) angeekelt den Browser schließt. Es geht nicht um DIE Queen mit den lustigen Hüten, sondern um Finanzblog-Queen Vanessa. Und mit nackig geht es hier nicht um die „Kamerun“-Szene, also die FKK-Bewegung der DDR. Sondern um Vanessas Freizügigkeit in Bezug auf ihre persönliche Daten. Denn Vanessa sammelt Punkte. Für ihre Einkäufe. Im Gegenzug erhalten Händler wichtige Informationen zu ihrem Kaufverhalten. Das System von Payback & Co. ist nicht neu und weitestgehend bekannt. Aber vor allem deshalb, sollte man sich als Nutzer dieser Programme regelmäßig hinterfragen. Kauft man aus echtem Bedarf oder nur aus Gelegenheit? Gibt es andere Händler mit günstigeren Angeboten? Und möchte man sich wirklich zum gläsernen Kunden machen, während man anderswo auf Datenschutz pocht? Na… denkst du immer noch an Elisabeth II. im Evakostüm? Aaargh!  Inflation P2P


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Über Geld spricht man (leider) nicht

Inflation P2PAuch Matthias zieht gerne blank. Scheint so ein Finanzblog-Ding zu sein… Aber auch bei ihm gibt es keine nackte Haut, sondern lediglich Einblicke in sein Depot, sowie seine Dividenden und Nebeneinkünfte. Ist wohl auch besser so. In seinem aktuellen Beitrag wird Matthias mal wieder nachdenklich. Er stellt sich die Frage, warum so wenige Menschen über Geld reden. Sei ja schließlich nichts schlechtes daran, Geld zu haben. Dennoch gebe es viel Informationsbedarf, weshalb Diskussionen auf Augenhöhe oft hilfreich wären. Aber wir Deutschen sprechen über Geld lieber mit dem Bankberaterverkäufer oder dem Versicherungsmakler. Und in Zukunft dann wahrscheinlich im Metaverse.


Ist Frugalismus unsozial?

Frugalismus unsozialSind alle Frugalisten Assis„? Das wäre die passende BILD-Überschrift für Jennifers aktuellen Beitrag. Für die Frankfurter Unternehmensberaterin wäre das natürlich zu plump. Was sie allerdings ganz direkt kritisiert sind die negativen Folgen von extremem Frugalismus. Kommentator Gerhard nennt dies passend einen „Effekt des ideologisch überhöhten Geizes“. Für alle BILD-Leser: Das Konzept des Frugalismus fußt auf einer egozentrischen Lebensweise, bei der es nicht um die Erhöhung des gesellschaftlichen Gemeinwohls geht, sondern nur um einen selbst. Kann man machen – wird uns aber insgesamt nicht weiter bringen. Denn wenn alle nur „ihr Geld arbeiten lassen“, wischt dir im Altersheim keiner den Popo ab. Da hilft auch kein Klatschen mehr. Inflation P2P


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Die Rente ist sicher(er) – in Österreich

Rente ÖsterreichDas deutsche Rentensystem zu kritisieren ist einfach. Leider mangelt es komplett an einer gesellschaftlichen Diskussion über mögliche Alternativen. Vielleicht auch deshalb, weil das Thema sehr komplex ist. Erwarten oder erhoffen dürfte man sich aber konkrete Vorschläge, beziehungsweise strategische Konzepte von den politischen Eliten, oder?! Ja, ja okay… klingt sehr utopisch. Zum Glück haben wir fachkundige Experten, wie Finanzköchin Birgit Hünniger. Die analysiert in ihrem Beitrag das österreichische Rentensystem. Neben wenigen kleinen Unterschieden zum deutschen Pendant, sind es vor allem das geringere Durchschnittsalter unserer alpinen Nachbarn, sowie eine höhere Migrationsrate, die sich stabilisierend auf das Umlageverfahren auswirkten. Aber sag das mal einer den konservativen Spießern, die jegliche Zuwanderung als Gefahr für ihren Wohlstand sehen…


Inflation als P2P-Killer?

Inflation P2PDer große P2P-Trend der 2010er Jahre ist vorbei. Überlebt hat diese Anlageform trotzdem. Dennoch führt auch hier die hohe Inflation zu Unsicherheit bei einigen Anlegern. Aber was bedeuten die aktuellen Preissteigerungen und (möglicherweise) steigende Zinsen wirklich für den P2P-Markt? Diese Frage stellt sich Thomas in einem ausführlichen Blogbeitrag. Dafür unterscheidet er zwischen P2P-Konsumenten-, P2P-Immobilien- und P2P Geschäftskrediten. Besonders die ersten beiden Kategorien sieht er kritisch. Hier könnte es zu vermehrten Ausfällen kommen. Andererseits könnten gleichzeitig steigende Renditen für nicht-ausgefallene Kredite diesen Effekt ausgleichen. Was Privatanelger mit ihrem P2P-Depotanteil tun sollten, lest ihr ebenfalls in Thomas‘ Beitrag.


 

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